auferbauen


auferbauen
auf|er|bau|en <sw. V.; erbaute auf/(auch:) auferbaute, hat auferbaut>: 1. aufbauen, erbauen, errichten: Die Schauspieler ... ziehen jedoch immer in kleineren Chören umher, und ihre bewegliche Welt ist an jeder Stelle behänd genug auferbaut (Goethe, Wanderjahre III, 9); Ü die Jugend selbst, wenn man ihr nur vertraut, steht, eh' man sich's versieht, zu Männern auferbaut (Goethe, Faust II, 10915 f.). 2. <a. + sich> a) aufgebaut, errichtet sein, sich als Bauwerk erheben: wo der Zeisig sich das Nest gebaut, ... soll sich ein Sommersitz dir a. (Kleist, Käthchen V, 12); b) sich zu einem Ganzen fügen: diese Form, die sich ... in tausendfalt'gen Zügen auferbaut (Goethe, Die natürliche Tochter III, 4). 3. erbauen (2 b), [innerlich] stärken: so wird der beste Trank gebraut, der alle Welt erquickt und auferbaut (Goethe, Faust I, 172 f.).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Auferbauen — * Auferbauen, verb. reg. act. welches aber nur im Oberdeutschen üblich ist, so wohl in der eigentlichen Bedeutung für aufbauen, als auch in der figürlichen theologischen für erbauen. Im Hochdeutschen ist es so wenig gebräuchlich, als das Adjectiv …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Āuferwachen — Āuferwachen, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort seyn erfordert, für aufwachen, erwachen, so aber im Hochdeutschen nur in der biblischen Bedeutung von dem Erwachen von dem Tode am jüngsten Tage üblich ist. S. Auferbauen, Anmerk. 5 …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Auferlegen — Auferlêgen, verb. reg. act. für auflegen, doch nur in der figürlichen Bedeutung, für zuerkennen, anbefehlen, zu etwas verpflichten. Was uns diese Kenntniß für Pflichten auferleget, Kästn. Ich wollte bitten, daß sie sich selber eine Strafe… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Auferstehen — Auferstehen, verb. irreg. neutr. (S. Stehen,) welches das Hülfswort seyn erfordert. 1) * Aufstehen, in der eigentlichsten Bedeutung, wie man von dem Stuhle aufstehet. In dieser Bedeutung kommt das oben schon angeführte ufirstuant si snello, und… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Auferwecken — Auferwecken, verb. reg. act. wie erwecken, aufwecken, aber auch nur in der biblischen Bedeutung des Erweckens von dem Tode. S. Auferbauen, Anmerk. 5. So auch die Auferweckung …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Auserkiesen — * Auserkiesen, verb. reg. act welches im Hochdeutschen völlig veraltet ist, und nur noch in der biblischen Schreibart vorkommt, für erwählen, aus mehrern auslesen. Bey den Oberdeutschen Schriftstellern ist dieses Zeitwort häufiger. Der ihm zu… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Er- (5) — 5. Êr , eine untrennbare Partikel, welche nur in der Zusammensetzung mit Zeitwörtern üblich ist, außer dem aber nicht mehr vorkommt. Sie ist von mannigfaltiger Bedeutung. 1. Bedeutet sie so viel als auf, eine Bewegung in die Höhe anzudeuten.… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Erbauen — Erbauen, verb. reg. act. von er und bauen, aufbauen, in die Höhe bauen. 1) Eigentlich. Ein Haus, eine Kirche, einen Tempel erbauen; wofür im Hochdeutschen doch das einfache bauen üblicher ist. Eine Stadt erbauen. 2) Figürlich, zum Guten bewegen… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Evangelische Karmelmission — Gründer Johannes Seitz Typ eingetragener Verein Gründung (1904) 1911 (als Verein) Sitz Schorndorf Personen …   Deutsch Wikipedia

  • Erbauung — Er|bau|ung 〈f. 20; unz.〉 innerl. Stärkung, Läuterung ● etwas zu seiner Erbauung lesen, hören, tun * * * Er|bau|ung, die; , en: andächtige Erhebung des Gemüts; erhebende innere Stimmung: etw. zur E. lesen. * * * Erbauung,   Begriff der… …   Universal-Lexikon